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Herren 1: SG Horgen/Wädenswil – HVH 30:32

Marius Jauer

Herren 1: SG Horgen/Wädenswil – HVH 30:32

Der erste Akt

Das Hinspiel um den Ligaerhalt in der 1. Liga ist bereits Geschichte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gibt der HVH eine knappe Führung während der gesamten zweiten Halbzeit nicht mehr aus der Hand und gewinnt schlussendlich mit 32:30 gegen die SG Horgen/Wädenswil.

Die Barrage wird im Europacup-Format abgehalten, eine Woche trennen das Hin- und Rückspiel, welches über den Ligaerhalt entscheidend. Bedeutet also, dass schwächere Phasen weniger schwer ins Gewicht fallen als in einer 60-Minuten Partie. Dies war sich auch der HV Herzogenbuchsee bewusst, als er in den Anfangsminuten trotz ausgezeichneten Möglichkeiten des Öfteren am gegnerischen Torhüter scheiterte und bereits nach 13 Minuten einem 3-Tore Rückstand hinterherlief. Das Team von Fabian Bilger und Margo Felegyi bewahrte in Horgen einen kühlen Kopf und verbesserte in den darauffolgenden Angriffen die Chancenverwertung drastisch. Was sich aber nicht änderte, war das Torfestival, welches die SG Horgen/Wädenswil auf der anderen Seite des Parketts abhielt. Die Abwehr des HVH’s bekundete grosse Schwierigkeiten, die wirbligen Rückraumspieler in Zaum zu halten, viele Durchbrüche zwischen der Flügel- und Rückraumposition bescherten den Zürcher guten Abschlussmöglichkeiten. So kassierten die Oberaargauer ganze 16 Tore in der ersten Halbzeit, eine Marke die eindeutig zu hoch ist. Trotzdem war das Spiel beim Pausenpfiff aufgrund der eigenen effektiven Offensive ausgeglichen, beim Stand von 16:16 begaben sich die Mannschaften in die Katakomben.

Um in der zweiten Halbzeit eine Differenz und somit eine möglichst gute Ausgangslage für das Rückspiel zu schaffen, mussten keine grosse Fehleranalyse betrieben werden. Kann man die eigene offensive Feuerkraft hochhalten und gleichzeitig die Defensive stabilisieren, sollte ein Sieg möglich sein. Anfangs der zweiten Halbzeit sah es auch danach aus, als hätte sich die Abwehrarbeit massiv verbessert. Nur vier Tore liessen die Oberaargauer zwischen der 30. Und 45. Minuten zu, gleichzeitig war es vor allem der Brillanz von Schärer geschuldet, dass der HVH weiterhin Tore am Fliessband erzielte und sich so mit 3 Toren absetzte. Leider gelang es dem Fanionenteam in der Schlussphase nicht, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Mehrere Zeitstrafen und ein besseres Angriffsverhalten der SG Horgen-Wädenswil führten dazu, dass sich die beiden Mannschaften wieder auf Augenhöhe bewegten. Mit dem Treffer zum 32:30, 4 Sekunden vor Schluss, setzte Schärer den Schlusspunkt dieses attraktiven Hinspiels der Barrage.
Nun lautet die Devise sich möglichst gut zu regenerieren und die richtigen Schlüsse aus der Partie zu ziehen, bevor es am kommenden Sonntag um 16:00 Uhr in der Mittelholzhalle Herzogenbuchsee zum zweiten und damit entscheidenden Akt kommt.

HVH:
Billeter, Seravalli (28%), Eggimann (1), Berisha, Herzog (3), Male (2), Jauer (3), Schärer (12/2), Kummer (5/2), Zilic, Beck, Mühlemann (2), Wittwer (4), Zaugg

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