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Herren 1: West HBC – HVH 33:30 (15:14)

Marius Jauer

Herren 1: West HBC – HVH 33:30 (15:14)

Noch nie wäre ein Sieg so verdient gewesen

Auch im dritten Saisonspiel gelingt es dem HV Herzogenbuchsee nicht Punkte gegen West HBC zu gewinnen. Obwohl alles gegen die Buchser sprach, leisteten sie vehementen Widerstand und mussten sich erst in den letzten 10 Minuten geschlagen geben. Der HVH verliert in Crissier 33:30.

Mühlemann wird zum Hexer
Es gibt bessere Voraussetzungen, als an einem Sonntagnachmittag mit nur einem Torhüter in die Westschweiz zu reisen. Das die erste Herrenmannschaft nach nur 3 Minuten aber ohne gelernten Torwart dasteht, ist an Pech fast nicht zu überbieten. Beim Versuch einen Dreher zu entschärfen, verletzt sich Biedermann und kann die Partie folglich nicht weiterspielen. Schleunigst verschwindet Kapitän Mühlemann in den Katakomben und kehrt wenige Minuten später in professionellster Torhüterausrüstung auf das Spielfeld zurück.
Ohne das standardmässige Einschiessen muss er den ersten Ball passieren lassen, provoziert darauf aber 2 Fehlwürfe und kann in der 8. Minute seine erste Parade verbuchen. Auch das restliche Team lässt sich in Folge der Verletzung nicht aus der Ruhe bringen und kann sogleich auf einen 3 Tore Vorsprung davonziehen. Sichtlich vom Torhüterwechsel und der kämpferischen Abwehr irritiert, gelingt es West HBC nicht zu ihren üblichen Durchbrüchen zu kommen. So schliessen sie vor allem von der 9-Meter Linie ab, was mehrere Blocks und Fehlwürde zur Folge hat. In den Minuten vor der Halbzeit flacht die Buchser Angriffsleistung aber etwas ab, wodurch die Gastgeber aufschliessen können. Beim Stand von 15:14 begeben sich die Mannschaften in die Kabine.

Auch im zweiten Spielabschnitt kämpft das dezimierte Team von Fabian Bilger um jeden Ball, das Spiel bleibt ausgeglichen. Immer wieder bekommt Mühlemann eine Hand an das Spielgerät und verzeichnet bis kurz vor Schluss sogar eine höhere Abwehrquote als der gegnerische Torhüter! Doch es kommt noch verrückter, nach einer 2-Minuten Strafe gegen den Buchser Schlussmann für zu exzessives Jubeln nach einem entschärften Gegenstoss, muss für 2 Minuten Rückraumspieler Ita das Tor hüten.
Je länger das Spiel dauert desto mehr schwinden die Kräfte des HVH’s. Vor allem in den letzten 10 Minuten können die Buchser die Konzentration nicht mehr genügend hochhalten, was vermehrt zu Fehlwürfen und technischen Fehlern führt. Trotzdem, erst in der 52. Minute zeigt die Anzeigetafel das erste Mal einen 2-Tore Vorsprung für West HBC an. In der Folge gelingt es dem HVH nicht mehr zu reagieren, das Schlussresultat lautet 33:30 für West HBC. Noch nie wäre ein Sieg so verdient gewesen, wie nach dieser aufopfernden Leistung des gesamten Teams.

HVH:
Biedermann (50%), Mühlemann (24%), Eggimann (5), Lienhard (1), Ita (3), Herzog, Mauron, Moolan, Ingold, Beck (6), Zilic (2), Kummer (4/1), Jauer (8)

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