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Juniorinnen U18 Elite: Playoff-Halbfinal HVH – LK Zug

Milena Re

Matchbericht Halbfinale Juniorinnen U18 HVH – LK ZUG

Am vergangenen Wochenende war beim Handballverein Herzogenbuchsee so einiges los. Unter anderem spielten beide Juniorinnen-Teams der Eliteliga um den Einzug in die Finalspiele. So also auch wir Juniorinnen der U18.

Am Samstag fuhren wir am Vormittag nach Zug, wo um 12.00 Uhr das erste Halbfinalspiel angepfiffen wurde. Wir haben uns vorgenommen, konzentriert und konsequent in diese ersten 60 Minuten zu starten. Die Umsetzung liess jedoch etwas zu wünschen übrig. Während uns im Angriff der Ball gut lief und wir mit schönen Taktiken überzeugen konnten, waren wir in der Defensive zu inkonsequent und inaktiv. Aufgrund dessen ermöglichten wir den Zugerinnen zu viele Würfe, so dass sich die ersten fünfzehn Minuten als enges Kopf-an-Kopf Rennen herausstellten. Unsere Schwachstellen nutzte das Gegnerteam gekonnt aus und holten sich so einen Vorsprung, welchen wir bis zum Ende des Spieles nie wieder einholen konnten. Bei einem Pausenstand von 18:12 war zwar noch nichts entschieden, aber wir wussten, dass sich jetzt etwas ändern musste.

Mit mehr Konzentration und grossem Willen liefen wir nach der Pause wieder auf das Feld. Doch leider reichte unsere Motivation nicht. Weiterhin standen wir nicht genügend kompakt in der Verteidigung. Zudem waren wir zu wenig aktiv und konnten die kleinen Fehler nicht direkt verbessern. Dies ermöglichte den Gegnerinnen, ihren Vorsprung immer weiter auszubauen. Und auch wenn wir im Angriff immer noch einige Tore werfen konnten, unterliefen uns auch da zu viele Fehler und wir mussten uns für das erste Spiel mit 39:29 geschlagen geben.

Doch es war noch nichts vorbei und noch nichts entschieden.

Am Sonntag standen direkt die nächsten 60 Minuten dieses Halbfinalspieles an und trotz der unglücklichen Ausgangslage waren wir überzeugt, für diesen Heimsieg zu kämpfen.

Gesagt, getan. In der Deckung arbeiteten wir zusammen und im Angriff spielten wir unser Spiel. Der Match verlief dennoch hartnäckig. Nach fünfzehn Minuten zeigte die Anzeigetafel ein Zwischenresultat von 6:5. Trotz guter Abwehrleistung konnten wir keinen grossen Vorsprung herausspielen. Das Spiel blieb weiterhin knapp und es gelang uns nicht, eine Tordifferenz von mehr als drei Toren herauszuholen. Zur Pause stand es 13:10.

Nun waren wir wach und unsere Kämpferherzen pochten immer schneller. Wenn man jetzt noch kleine Fehler verbessert und die Zugerinnen weiterhin im Zaum hält, wäre ein Sieg dieses Halbfinales immer noch erdenklich. Das Spiel verlief weiterhin zu unseren Gunsten. Die Anzeigetafel zeigte auf unserer Seite stets die höhere Toranzahl. Zwischenzeitlich gelang es uns noch, uns mit fünf Toren abzusetzen, doch gleichzeitig liess der Kampfgeist allmählich nach. Es verblieben noch 10 Minuten und uns wurde bewusst, dass wir den Spiess nicht mehr umdrehen konnten und wir uns aufgrund der Fehler vom Vortag gegen den LK Zug geschlagen geben mussten. Trotz dem 28:26 Sieg in der Heimhalle war die Freude nur klein. Der Traum des Schweizermeistertitels war für uns Juniorinnen an diesem Nachmittag geplatzt. Nichtsdestotrotz beenden wir diese Saison erhobenen Hauptes. Und ganz vorbei ist die Juniorinnen-Zeit für uns doch auch noch nicht. Am 6. Mai treffen wir im Rahmen des Cup-Finals noch ein letztes Mal auf den LC Brühl. Mit den St. Gallerinnen haben wir noch einige Rechnungen offen und auch den Hunger auf einen Titel ist noch nicht gestillt. In der Mobiliar Arena in Gümligen, am Samstag, 6. Mai 2023, 12.15 Uhr geht’s los. Die Vorfreude ist gross.

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