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Damen 3 Schweizer Cup: SG Handball Oberaargau – Handball Emmen 23:28 (11:14)

Nicole Rindlisbacher

Kein Weiterkommen im Schweizer Cup

In der ersten Runde des Schweizer Cups sind die Oberaargauerinnen auf die 1. Ligistinnen von Handball Emmen getroffen. Der schmale Kader der SG Handball Oberaargau hat zwar eine gute Leistung gezeigt, für eine Überraschung hat es aber doch nicht ausgereicht

Mit fast unverändertem Kader startet die SG Handball Oberaargau in die 2. Liga Saison 24/25. Wie schon im letzten Jahr stand als erstes Spiel aber zunächst die erste Runde des Schweizer Cups an. Zugelost wurde den Oberaargauerinnen bekannte Gegnerinnen: das Team von Handball Emmen war bereits aus der Finalrunde der letzten Saison bekannt. Die Luzernerinnen sind in der letzten Saison als Erstplatzierte der Gruppe wieder in die 1. Liga aufgestiegen. Das Oberaargauer Heimteam fand sich in der Aussenseiterrolle und einigen namhaften Absenzen für das Cupspiel wieder, war jedoch motiviert, mit einer Überraschung in die Saison zu starten.

Der Beginn der Partie gestaltete sich ausgeglichen, die Oberaargauerinnen konnten mit Livia Haenni den Score eröffnen. Haenni zeigte in den ersten zehn Spielminuten ihre Routine und Qualitäten als Allrounderin: sie erzielte vier der ersten fünf Tore. Alle auf dem für sie eher ungewohnten rechten Flügel. Routine war Trumpf für die Oberaargauerinnen: Franziska Röthlisberger ist zurück auf dem Feld und führte das Team mit ihrer Spielübersicht sowohl in der Deckung als auch im Angriff. Ein Blick auf die Spielblätter zeigte sowieso, dass zumindest Routine und Erfahrung auf der Seite der Oberargaauerinnen stand. Doch Routine und Erfahrung bringen meistens auch ihre Schattenseiten mit sich… Man ist nicht mehr ganz so spritzig und ausdauernd wie noch vor 10 Jahren und gerade mit einem schmalen Kader schwanden die Kräfte auf Seiten der SG Handball Oberaargau im Verlauf der ersten Hälfte sichtlich. Torchancen blieben ungenutzt und unnötige Ballverluste nahmen zu. Mit fünf Minuten verbleibend in der ersten Hälfte waren die Oberaargauerinnen mit 11:12 noch voll im Spiel, mittels drei Toren der Luzernerinnen in Folge und einem verworfenen Siebenmeter durch die Autorin zum Pausenpfiff konnten sich die Gäste zum ersten Mal ein auf einen drei Tore Vorsprung absetzen.

In der zweiten Hälfte zeigten sich die Folgen des schmalen Kaders vermehrt, die Kräfte mussten eingeteilt und das Tempo etwas zurückgehalten werden. Doch auch die Vorteile der Routine glänzten in der zweiten Hälfte immer wieder: durch schönes Zusammenspiel konnten Torchancen herausgespielt werden. So zum Beispiel ein Abschluss von Lia Röthlisberger über den linken Flügel, welcher im ersten Tor aus dem Spiel heraus für unseren Handball Neuling resultierte!

Schlussendlich reichte die insgesamt gute Leistung der Oberaargauerinnen jedoch nicht aus, ihren Gästen nochmals gefährlich zu werden. Der letzte Treffer der Partie ging praktisch zum Schlusspfiff noch aufs Konto der SG Handball Oberaargau. An dieser Stelle noch eine Korrektur der offiziellen Statistik: dieser Treffer wurde von Franziska Röthlisberger erzielt, Ehre wem Ehre gebührt!

HVH:
Straub 16%; Ambühl (5), Haenni (4), Kilchenmann, Rindlisbacher (4), Röthlisberger F. (6/2), Röthlisberger L. (1), Wyss (4)

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