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Drei BSV-Spieler und ihr European League Abenteuer

Joan Heinzmann

von Joan Heinzmann

Vergangenen Herbst machten sich Nico Eggimann, Yannik Fischer und Nik Jauer gemeinsam mit dem QHL-Team des BSV Bern auf den Weg auf die internationale Bühne. Im Interview erzählen die drei Spieler mit HVH-Ursprung wie sich das internationale Abenteuer angefühlt hat.

Gibt es ein Stadion oder eine Atmosphäre, welche dich komplett umgehauen hat?
Eggimann: In Kiel war es eine sehr coole Atmosphäre. Vor knapp 9’000 Menschen zu spielen und dann noch in dem legendären Stadion. Mit dem Orchester in Montpellier war es auch sehr cool. Natürlich hatten wir bei unseren Heimspielen eine coole Stimmung.
Jauer: Auswärts in Kiel war es natürlich schon sehr krass. In einer fast ausverkauften Wunderino Arena zu spielen, war schon sehr beeindruckend. Was aber vor allem sehr schön war, ist das es dort einen kleinen roten Block mit Fans, Freunden und Familien gab, welche für uns bis nach Kiel reisten.
Fischer: Für mich war es das Spiel in Ostrow vor einer sehr gut gefüllten Halle. Vor allem da es für mich mein erstes European League Spiel war. Aber auch, weil die Fans eine gute Stimmung gemacht haben. Natürlich war das Spiel in Kiel ein riesiges Highlight, vor allem wenn man weiss, welche legendären Spieler bereit in dieser Arena gespielt haben.

Wenn du ein Spiel nochmals spielen dürftest, welches wäre es?
Eggimann: Für mich hat jedes Spiel unglaublich Spass gemacht! Wenn ich eines auswählen müsste, dann wäre es Auswärts in Kiel vor so einer Kulisse.
Jauer: Eigentlich möchte ich jedes Spiel gerne nochmals spielen. Am meisten aber auswärts in Kiel und zuhause gegen Montpellier.
Fischer: Das Spiel in Kiel, wegen des ganzen Drum und Dran und nochmals in diese Arena einzulaufen und gegen die Weltklassespieler spielen zu dürfen.

Gibt es eine lustige/interessante Geschichte zu den Auswärtsspielen?
Eggimann: Was sehr interessant war, war die 15 Stunden fahrt in einem Schlafbus nach Polen. 14 Spieler hatten dort ein Bett. Es war sicher eine spannende Reise. Wir haben viele Spiele gespielt und hatten gute Unterhaltungen.
Jauer: Sowohl interessant als auch lustig war die Reise mit dem Sleepliner, vor allem diejenige nach Polen. Während 16 Stunden mit dem ganzen Team in einem Car zum ersten Europeanleague Spiel zu reisen, Spiele spielen, dummes Zeug reden und noch probieren etwas zu schlafen, war eine tolle Erfahrung.
Fischer: Sicher die 16-stündige Carreise nach Ostrow in Polen. Wir sind mit einem Schlafcar gereist, welcher insgesamt 14 Schlafplätze hatte, wir waren aber 16 Spieler.  Da Leo Schnyder und ich die zwei jüngsten Spieler waren, haben wir dann auf dem Boden des Cars geschlafen, während die anderen im Bett schlafen durften.

Was nimmst du aus den Europeanleague spielen für deine handballerische Zukunft mit?
Eggimann: Es war eine mega coole Erfahrung gegen solche Weltklasse Spieler spielen zu dürfen. Vor allem im Angriff konnte ich von Spiel zu Spiel sehr viel lernen und abschauen.
Jauer: Ich nehme sicher viele schöne, aber auch lehrreiche Erfahrungen mit. Zum Beispiel, dass wir als Team – zumindest für eine kurze Zeit – mit den besten von Europa mithalten konnten. Für mich persönlich nehme ich mit, dass ich konsequenter, stabiler und ”einfacher” werden muss.
Fischer: Sicher die Erfahrung gegen so gute Teams mit so guten Spielern gespielt zu haben und bei ihnen abzuschauen, was sie machen und wie sie sich vorbereiten. Aber auch, dass ich immer weiterarbeite, um vermehrt in solchen Hallen spielen zu dürfen.

Mehr von Nico Eggimann und Nik Jauer in der neusten Podcast-Folge mit Host Stephan Müller HVH: Der Podcast – Folge 6

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