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Verabschiedungen SPL1

Verabschiedungen SPL1

Mit Ilenia Zimmerli, Janissa Schmied, Leandra Lüthi und Lena Husmann verlassen vier Spielerinnen das Fanionteams des HV Herzogenbuchsee. Einen Grossumbruch gibt es wie angekündigt beim Trainerstaff. Beim letzten Heimspiel wurden Cheftrainerin Pia Christensen, Assistent Christian Ingold und Torhütertrainerin Karmen Korenic verabschiedet.

Die Saison des Buchser Frauenteam in der Finalrunde der Swiss Premium League neigt sich dem Ende zu. Nach dem letzten Heimspiel vom 18. April gegen Yellow Winterthur wurden die scheidenden Spielerinnen und Trainer:innen verabschiedet. Während das Team praktisch unverändert in die Vorbereitung der nächsten Saison einsteigen wird, verabschieden sich Cheftrainerin Pia Christensen, Assistenztrainer Christian Ingold und Torhütertrainerin Karmen Korenic nach dem letzten Spiel auswärts gegen den LK Zug.

Pia Christensen zurück nach Dänemark
Ihr zweijähriges Schweizer Gastspiel im Oberaargau wird die Dänin Pia Christensen beenden. Die 64-jährige Christensen hat sich gegen ein ruhiges Angehen Richtung Pensionierung entschieden und vor 2 Jahren nochmals ein Abenteuer gewagt. Sie kehrte nach 20 Jahren zurück in die Schweiz, wo sie Anfang der Nullerjahre zweimal Nottwil und einmal ZMC Amicitia Zürich zum Meistertitel führte. Für den HV Herzogenbuchsee und seine Spielerinnen eine grosse und spannende Sache von der grossen Erfahrung der handballverrückten Dänin profitieren zu können. Akribisch hat sich Christensen in die aktuelle Schweizer Handballwelt eingearbeitet und die dänische Handballphilosophie in das Buchser Team eingebracht. Christensen hat damit von den Spielerinnen einiges erwartet und gefordert, was ihnen den Horizont erweitert, und gerade den vielen jungen Spielerinnen, einiges auf den weiteren Weg mitgegeben wird. Das, was man wohl als typisch dänisch «hygge» Art bezeichnet, hat Christensen in die Buchser Mittelholzhalle gebracht. Mit grossem Becher Kaffee, Strickarbeit in der Tasche und wild hochgesteckter Frisur stieg Christensen jeweils aus dem Auto und von dort ins Training. Nachdem man sich in der letzten Saison in der etwas undankbaren Auf-/Abstiegsrunde beweisen musste erreichte Christensen in dieser Saison das zweite Mal in der Vereinsgeschichte die Finalrunde und konnte so in Spielen gegen die besten Mannschaften das sehr junge Buchser Team weiterentwickeln und einen weiteren Schritt näher an die Schweizer Handballspitze bringen.

Auch Ingold und Korenic treten zurück
Gegen Ende Oktober ist Christian Ingold als Assistenztrainer zum Team gestossen. Er nahm den Platz ein, welcher nach dem Rücktritt von Beat Flury seit Ende letzter Saison unbesetzt war. Ingold hat nach etlichen Jahren Handballabstinenz wieder Feuer gefangen und hat die wichtige Rolle als Sparringpartner für Pia Christensen mit seinem Handballverständnis, Gefühl für Situationen und Menschenkenntnis hervorragend ausgefüllt. Nach dieser Saison endet das Engagement von Ingold. Wiederinfiziert mit dem Handballvirus wird er dem Verein als Assistenztrainer der Juniorinnen U16 zur Verfügung stehen. Als dritte Trainerperson wird Karmen Korenic das Buchser Team verlassen. Auf diese Saison hin ist die ehemalige Spitzentorhüterin mit internationaler Erfahrung als Torhütertrainerin nach Herzogenbuchsee zurückgekehrt. Leider lassen aktuell ihre zeitlichen Ressourcen kein weiteres Engagement für mehr Trainings- und Matchpräsenz zu. Aus diesem Grund hat sich Korenic entschieden zurückzutreten.

Janissa Schmied – Eiskalte Penaltyschützin
Mit 23 Jahren will Janissa Schmied ihre Spitzenhandballkarriere beenden. Schmied ist ein waschechtes HVH-Eigengewächs, welches sämtliche Nachwuchsstufen in Herzogenbuchsee als Spielmacherin auf Elitestufen durchlief und dem Verein treu geblieben ist. Ihr Debüt in der ersten Mannschaft gab Schmied mit 17 Jahren. Früh übernahm sie Verantwortung als Denkerin und Lenkerin des Buchser Spiels. Bekannt für ihre Überraschungsmomente als Assistgeberin mit Trick- und Nolook-Pässen und ligaweit berüchtigt für ihre eiskalte Effizienz als Penaltyschützin. In 171 Meisterschafts- und Cupspielen in der Swiss Premium League versenkte sie 265 Siebenmeter und erzielte insgesamt 418 Tore – eine eindrückliche Leistung. Janissa Schmied hat bereits während der laufenden Saison eine Rolle im Teammanagement übernommen. In der Funktion als Teammanagerin und Nachwuchsathletinnenbetreuung wird sie dem Team und Verein weiter erhalten bleiben.

Leandra Lüthi – Leaderin im Tor
Schon anfangs Saison musste Leandra Lüthi ihre Handballschuhe an den Nagel hängen. Nach einem operativen Eingriff an ihrem immer wieder Schmerzen und Probleme verursachenden Fuss wollte die 26jährige Torfrau nochmals voll angreifen und mitmachen. Leider verlief die Genesung nicht wunschgemäss und Lüthi – ja genau aus der Buchser Lüthi Handballfamilie – musste schweren Herzens ihre Aktivkarriere früher als gewollt aufgeben. Wie Schmied ist auch Lüthi eine Urbuchserin mit allen Nachwuchsstufen in HVH-Teams. Bereits in der Saison 2014/15 debütierte sie in der ersten Mannschaft und stand insgesamt bei 207 Ernstkämpfen auf dessen Matchblatt. Leandra Lüthi war über viele Jahre ein tragende Leaderfigur auf dem Platz mit Paraden und Einsatzwille und neben dem Platz für den Teamgeist. Nach ihrem verletzungsbedingten Ausscheiden aus dem Spielerinnenkader übernahm sie auf diese Saison hin eine wichtige Supportrolle im Trainerteam ein und betreute über weite Strecken die Torhüterin in Trainings und Spielen. Lüthi wird unter dem neuen Cheftrainer Fabian Bilger auf nächste Saison die Funktion der Torhütertrainerin übernehmen.

Ilenia Zimmerli – die Shooterin
Ab nächster Saison nicht mehr auf der Kaderliste des HVH stehen wird Rückraumschützin Ilenia Zimmerli. 2023 stiess die damalige Topscorerin der HSG Leimental zum HV Herzogenbuchsee. Die grossgewachsene Rückraumshooterin war in den nachfolgenden zwei Saisons dann auch beim HVH die Torschützin vom Dienst mit 87, respektive 113 Toren. In der ablaufenden Saison laborierte Zimmerli leider öfters an Verletzungen und stand der Equipe von Pia Christensen nicht oder nur für Teileinsätze zur Verfügung. Mit ihrer Physis und Wurfkraft fehlte entsprechend jeweils eine bedeutende taktische Variationsmöglichkeit. Nach drei Spielzeiten im Oberaargau will die Baselbieterin aufgrund ihres Studiums kürzertreten und wechselt zurück in ihre Heimat zur SG Handball Nordwest in die SPL2.

Lena Husmann – die Routinierte
Als vierte Spielerin wurde Lena Husmann verabschiedet. Husmann stiess 2024 von Yellow Winterthur zum HVH. Die 27-jährige Rückraumspielerin verletzte sich dann leider schon kurz nach Meisterschaftsstart am Knie und hat sich in der laufenden Saison wieder zurückgekämpft und Teileinsätze wurden wieder möglich. Mit ihrer Erfahrung war sie dem jungen Team eine Unterstützung, wenn es hektisch wurde und der Wurm im Spiel der Buchserin steckte. Leider bekamen wir in Herzogenbuchsee so viel weniger Lena Husmann zu sehen als sie und wir uns das alle gewünscht haben. Die Limmattalerin will sich nach ihrer Zeit im Oberaargau neu orientieren. Wo es sie hinzieht, ist noch nicht bekannt.

Der HVH bedankt sich herzlich bei allen scheidenden Spielerinnen und Trainer:innen für ihre wichtigen Beiträge in den vergangenen Jahren und wünscht ihnen für die Zukunft alles Gute.

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