Torhüter Billeter macht sein Gehäuse dicht!
Mit einer Abwehrquote von über 50 Prozent war Torhüter Yan Billeter der überragende Mann des Spiels. Seine Glanzleistung war auch bitter nötig, denn seine Vorderleute leisteten sich nicht weniger als 21 technische Fehler. Eine viel zu hohe Zahl, die einen durchaus möglichen, klareren Sieg verhinderte.
Einmal mehr erwischte Handball Oberaargau einen schlechten Start. Nach zwölf Minuten lagen die Gastgeber bereits mit 4:8 im Rückstand. Doch die Oberaargauer fanden zunehmend besser ins Spiel, kämpften sich Tor um Tor heran und drehten die Partie bis zur Pause in eine 16:14-Führung.
Um es vorwegzunehmen: Diese Führung gaben die Gastgeber bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Allerdings machten sie es unnötig spannend. Die SG Ruswil-Wolhusen kam immer wieder gefährlich bis auf ein Tor heran. Doch Handball Oberaargau fand im Angriff gegen die offensive Deckung der Gäste stets die richtigen Antworten. Und wenn es in der Abwehr einmal nicht klappte, stand da noch Yan Billeter zwischen den Pfosten.
Seinen wohl wichtigsten Auftritt hatte der Oberaargauer Schlussmann in der 57. Minute. Zuerst parierte er einen Siebenmeter des besten Gästespielers Pirmin Reichmuth und entschärfte anschliessend auch noch dessen Nachschuss. Eine spielentscheidende Doppelparade!
Nach einem Timeout liessen die Oberaargauer endgültig nichts mehr anbrennen und brachten den 30:27-Erfolg über die Zeit.
Am Ende stand der dritte Saisonsieg, der allerdings unnötig viel Nerven kostete. Mit 21 technischen Fehlern machten sich die Oberaargauer das Leben selbst schwer und ermöglichten es den Gästen, bis in die Schlussphase dranzubleiben. Eigentlich hätte die Partie deutlich früher entschieden werden müssen. Dank eines überragenden Yan Billeter blieben die beiden Punkte dennoch verdient im Oberaargau.