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Interview mit dem Trio “Chefinnen Breite Damen”

Worin besteht deine Motivation als Chef Breite Damen (CBD) beim HVH einzusteigen?
Fabienne: Ich bin nun bereits ziemlich lange beim HVH, obwohl ich nicht aus der Region bin. Der Verein hat mir bereits zu Beginn gut gefallen. Mit der Zeit haben sich aber auch einige Schwachstellen gezeigt. Als ehemalige SPL-Spielerin halte ich sehr viel von der Professionalisierung der Sportabteilung. Damir aber der Leistungssport im Dorf getragen wird, finde ich es sehr wichtig, dass der Breitensport weiterhin möglich ist. Alle sollen Handballspielen können und Freude an den neuen – hoffentlich gut funktionierenden – Strukturen haben.

Nicole: Ivo und Luki haben tolle sportliche Visionen für den Verein präsentiert, die mich überzeugt haben und bei deren Erfüllung ich mitwirken möchte.

Christine: Das Konzept klingt spannend und bietet viele Möglichkeiten für den HVH, da würde ich gern mithelfen. So kann ich auch persönlich dem Handball wieder näherkommen. 

Was sind deine Ziele, welche du als CBD verfolgen wirst?
Fabienne: Mir ist es wichtig, dass auch die Breitespielerinnen und deren Trainer/ Trainerinnen sich ernstgenommen und gehört fühlen. Damit könnten wir erreichen wieder ein etwas grösseres Kader für die Damenbreiteabteilung zu gewinnen. Dies bietet ehemaligen Spielerinnen der Leistungsmannschaften und auch Juniorinnen sowie Quereinsteigerinnen die Möglichkeit Handball zu trainieren und zu spielen. Ferner ermöglicht es, dass die Mannschaften entsprechend ihrer Ziele (Spass am Spielen vs. Leistung) zusammengestellt werden könnten.

Nicole: In der Realtität muss der Damen Breitensport oft hintenanstehen. Jetzt haben wir aber sogar ein Trio, dass die Breite Damen zur obersten Priorität für sich machen kann! Mein Ziel ist es, den Spielerinnen zu zeigen, wie wichtig sie für den Verein sind und dass jede einen Platz findet, um Handball spielen zu können.

Christine: Den Breitensport stärken, stabilisieren und wenn möglich vergrössern (wie Andi Schmid grad sagte: ohne Breite keine Spitze und ohne Spitze keine Breite 🙂

Wie sieht deine Handballkarriere aus und die Verbindung zum HVH?
Fabienne: Vor dem Handball war geplant, dass ich Profifussballerin werde. Nein natürlich nicht, aber ich habe etwa 6 Jahre Fussball gespielt und bin erst etwas später zum Handball gekommen. Daher ist meine Technikausbildung zu kurz gekommen, aber meine Freude am Handball und mein starker Wille (und viele Trainings) haben es mir ermöglicht, vom Handballverein Grauholz (1.Liga) zum HVH zu gehen und schliesslich als Schlüsselfigur in der Verteidigung der Mannschaft aus der SPL 2 in die SPL 1 aufzusteigen. Aufgrund der bereits grossen Altersunterschiede zu den Mitspielerinnen (bis zu 14 Jahre) und des sehr aufwendigen Einsatzes für das Handballspielen war für mich letztes Jahr die Zeit für den Rücktritt aus dem Leistungssport gekommen. Nun habe ich nicht nur mehr Zeit für andere Dinge, sondern auch Zeit für Arbeit im Hintergrund des Vereins zu leisten.

Nicole: Mit elf Jahren ging ich in ein Schnuppertraining von Pila Kirchberg (heute Handball Emme) wo mich das Handballfieber gepackt hat. Mit sechzehn wechselte ich nach Buchsi ins ambitionierte Damen 1, dessen Ziel es war von der 2. Liga wieder in die Nati B aufzusteigen. Innerhalb von 5 Jahren schafften wir es sogar bis in die Nati A, wo wir jedoch in der ganzen Saison gerade mal einen Punkt holen konnten und entsprechend leider direkt wieder abgestiegen sind. Nach zahlreichen Jahren mit Buchsi in der SPL 2 wagte ich nochmal einen Abstecher in die SPL 1. Als ich dann vor fünf Jahren nochmals ein Studium anfing, blieb nicht mehr so viel Zeit für Handball… Nach einem Jahr komplett ohne, fing ich dann im Damen 3 wieder an gelegentlich die Handballschuhe zu schnüren. Momentan starte ich mit dem 1. Liga Team in die Vorbereitung und schaue, was ich aus meinen alten Knochen noch rausholen kann.

Christine: Ich habe 20 Jahre aktiv gespielt, am Ende beim HVH in der 2. Damenmannschaft.

Was machst du beruflich?
Fabienne: Ich arbeite bei der Vollzugsbehörde. Wird jemand zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt, führen wir diese Dossiers und sind in engem Kontakt mit Therapiestellen und den Justizvollzugsanstalten. Wir fällen unter Einholung diverser Entscheidungsgrundlagen (Psychiatrische Gutachten, Vollzugsverlaufsberichte etc.) Entscheide über Lockerungsschritte (Ausgänge, Urlaub, bedingte Entlassung).Es ist ein zwar Bürojob, aber mit viel Abwechslung und hie und da auch externen Gesprächen mit Insassen, Therapeuten, Betreuungspersonen, Polizei und Anwälten. In unserem Bereich (Vollzug der Sanktionen der verurteilten Personen mit der höchsten Rückfallgefahr) arbeiten vor allem Juristen (das bin ich auch) und Sozialarbeiter.

Nicole: Ich studiere im letzten Jahr Veterinärmedizin. Nach dem Abschluss möchte ich bevorzugt im Bereich Nutztiere tätig sein.

Christine: Unternehmensarchitekt mit dem Fokus auf Datenarchitektur bei PostFinance.

Was sind deine Hobbies?
Fabienne: Zurzeit habe ich auch Freude auf meinem Balkon in Bern Radiesli und andere Pflanzen zu ziehen.

Nicole: Katzenvideos im Internet schauen, aktive Sterbehilfe für Pflanzen leisten, stricken, häkeln und was alte Frauen halt sonst noch so machen 😉 Ach ja und Handball natürlich!

Christine: Mit dem VW Bus durch die Gegend reisen, Joggen, Yoga, Lesen und Kochen

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